Wieso Video Marketing im Jahr 2019 immer wichtiger ist!

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Was sind Video Content und Video Marketing?

Video Content beschreibt einfach Videos, die Inhalte vermitteln und zu verschiedenen Zwecken, beispielsweise für das Video Marketing, genutzt werden. Video Marketing fällt unter die Kategorie des Online Marketings. Der zentrale Aspekt dieser Marketingform steckt bereits im Namen; das Video. Dieses wird genutzt, um eine Dienstleistung, ein Produkt oder eine Marke zu bewerben. Allerdings geht es beim Video Marketing und Social Media Marketing keinesfalls um stumpfe Werbung in Form von lästigen Werbeanzeigen auf Webseiten oder sozialen Netzwerken. Vielmehr geht es darum, einen echten Mehrwert zu schaffen und eine Bindung zum Nutzer aufzubauen.

Dabei hat das Video Marketing viele Vorteile gegenüber anderen Methoden und Arten des Offline sowie Online Marketings. Zu diesen kommen wir jedoch im nächsten Absatz. Sowohl bei der Erstellung als auch bei der Veröffentlichung der Marketing Videos gibt es einiges zu beachten. Auch darauf wollen wir in diesem Artikel genauer eingehen.

Using video to connect with a prospect is so much more than a cold call. It humanizes the selling process.“ – Zitat von Jill Rowley (Founder and Chief Evangelist of Jill Rowley #SocialSelling). Durch eine Emotionalisierung und den persönlichen Faktor bringen Videos einen ganz neuen menschlichen Faktor in den Verkaufsprozess mit hinein.

Welches sind die wesentlichen Vorteile von Video Content und Video Marketing?

Videokonsum steigt stetig an

Unzählige Menschen schauen täglich und über einen langen Zeitraum Videos. Ganz egal, ob auf YouTube, Facebook, Twitter, Instagram oder verschiedenen Webseiten. Das Statistische Bundesamt ermittelte folgendes im Zuge einer Umfrage zur Internetaktivität und Nutzung: Im ersten Quartal 2018 nutzen ganze 64 Prozent der Deutschen das Internet zum Videokonsum, beispielsweise auf YouTube. Allein dies zeigt die Wichtigkeit und den hohen Stellenwert, den Videos in Deutschland, aber natürlich auch auf der ganzen Welt haben.

Videos sind optimal für Mobilgeräte

Durch den vermehrten Internetzugriff durch das Smartphone schauen auch mehr Menschen Videos auf mobilen Geräten. Dies ist deutlich einfacher als das Lesen von kleinen und langen Texten. Ganz allgemein hat sich die Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren verkürzt. Daher wollen viele Menschen einfach keine langen Texte mehr lesen. Sie wollen ihre Informationen innerhalb weniger Minuten, bestenfalls Sekunden, erhalten. Kurze Videos von zwei Minuten und weniger vermitteln mittels Visualisierung und gesprochener Sprache Inhalte sehr eindrucksvoll. Dadurch bleiben Videos im Kopf, während Texte und deren Message verloren gehen.

Verständliche und wirksame Darstellung

Gerade im Bereich der Reichweite, der Relevanz sowie der Image- und Markenbildung ist Video Content einfach perfekt. Denn oberflächliche Themen können emotional vermittelt werden. Während komplexe und tiefgründige Inhalte einfach und verständlich dargestellt werden können.

Zudem erinnern sich die Nutzer auch stärker an Inhalte aus Videos. Denn nach 72 Stunden erinnern sich lediglich zehn Prozent der Menschen an die Informationen aus Texten. Bei Bildern sind es dagegen schon 65 Prozent und bei Videos sind es unglaubliche 95 Prozent.

Erhöhte Share-, Traffic- und Conversion-Zahlen

Durch Shares besteht eine hohe virale Ausbreitung. Nutzer schauen sich Video Content an, der ihnen gefällt und teilen diesen mit einem Click mit ihren Freunden. Dieser Effekt des Click and Shares ist bei Videos exorbitant größer, als man ihn bei Texten beobachten kann. Messungen zufolge erhalten Videos 1.200 Prozent mehr Shares als Texte. Richtig gelesen; 1.200 Prozent! Dadurch werden die Kunden quasi zu kostenlosen Markenbotschaftern.

Ähnlich verhält es sich mit den Verlinkungen vonseiten mit Videos gegenüber Seiten ohne Videos. Hier liegen Erstere mit ganzen 267 Prozent vorne. Auch auf einer Landingpage wirkt ein Video Wunder. Denn die Conversion Rate wird auf bis zu 80 Prozent gesteigert, nur durch die Einbindung eines Videos.

Des Weiteren wird durch Video Content die Verweildauer auf Webseiten stark gesteigert. Denn während diese bei Webseiten mit nur Texten bei 48 Sekunden liegt, sind Videos mit 5 Minuten und 50 Sekunden mehr als acht Mal effektiver als Texte.

Suchmaschinen-Relevanz

Video Content steigert auch die Chancen, bei Google auf der ersten Seite zu landen. Denn nur durch ein Video ist die Chance gleich 53 Mal größer als bei Webseiten ohne Videos. Google liebt also hochwertigen Video Content und weiß, dass dies bei den Nutzern ähnlich ist.

Zudem kann durch Video Content eine weitere Suchmaschine bedient werden, die häufig vernachlässigt wird. Es handelt sich um YouTube. Klar, YouTube ist ein reines Videoportal, aber eben auch eine Suchmaschine. Mit mehr als 3 Billionen Klicks am Tag ist Googles Videoportal sogar die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Wird auf Video Content verzichtet, wird also auch auf die zweitgrößte Suchmaschine und enorm viele Interessenten und potenzielle Kunden verzichtet.

Dies waren nur die wesentlichen Vorteile von Video Content und Video Marketing. Natürlich gibt es darüber hinaus noch zahlreiche weitere Pluspunkte. Dazu zählen beispielsweise die direkte und die zielorientierte Ansprache von spezifischen Zielgruppen. Sowie die abgesenkte Abmeldequote aus Email-Listen. Aber auch die flexible Umsetzbarkeit, hinsichtlich der Laufzeit und des Formats. Diese Liste könnten wir endlos fortführen, doch die genannten Aspekte sollten Beweis genug sein, dass es ohne Video Content und Video Marketing in Zukunft nicht mehr geht.

Warum Video Content und keine Texte oder Bilder?

Theoretisch könnten wir jetzt einfach auf den vorherigen Absatz verweisen. Denn dort wurden bereits die Vorteile von Video Marketing und Video Content aufgezählt und mit Zahlen und Daten belegt. Doch die Abgrenzung zu Bildern und Texten geht noch deutlich genauer:

Video Content erzeugt nicht nur mehr Aufmerksamkeit, sondern auch mehr Interaktion als Bilder und Texte. Dies liegt vor allem an der Verbindung von Audio mit Video; also den audiovisuellen Reizen. Diese Kombination sorgt für eine schnellere Verarbeitung, eine leichtere Verständlichkeit sowie eine emotionalere Bindung und eine bessere Erinnerungsfähigkeit.

Gerade die emotionale Bindung ist es, die kein Text und kein Bild auf dieser Welt so gut erzeugt, wie ein Video. Dank emotionalem Storytelling nimmt sowohl die Identifikation als auch die Überzeugung beim Kunden stark zu. Selbstverständlich können auch Texte und Bilder zum Storytelling genutzt werden. Jedoch fehlt dabei die persönliche Ebene, welche sehr stark über die audiovisuellen Reize vermittelt wird.

Videomarketing 2019 - insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ein Vorteil!
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In Videos lässt sich emotionales und persönliches Storytelling am besten einsetzen. Damit steigen die Überzeugungskraft und Authentizität sehr stark an. Kunden wollen beim Kaufprozess in eine Geschichte involviert werden und im Zuge dieser auch ein Produkt oder eine Dienstleistung, basierend auf Emotionen und innerer Überzeugung, erwerben. Mithilfe von Video Content steigt also die Kundenbindung und die Interaktion sowie Überzeugung der Nutzer. In Zahlen sind dies in etwa 30 bis 60 Prozent gegenüber Texten.

Natürlich ist auch Google die Wichtigkeit von Video Content klar, weshalb dieser bevorzugt wird. Texte und Bilder können beim Online Marketing, genauer gesagt bei der Suchmaschinenoptimierung, gezielt eingesetzt werden. Keine Frage; es braucht auch Bilder und Texte auf einer guten Webseite, doch Videos dürfen eben auch nicht fehlen. Google belohnt Webseiten mit Video Content durch bessere Rankings in der Suche sowie viele Möglichkeiten. Mit seiner Videoplattform YouTube steht Video Erstellern eine weitere Suchmaschine und Plattform zur Verfügung. 

Zuletzt sind Nutzer auch deutlich empfänglicher für Video Content. Ist dieser hochwertig und fokussiert sich auf Mehrwert oder Unterhaltung wird er gerne und schnell geteilt. Gerade in einer Zeit, in der sich die Welt schneller zu drehen scheint, sind lange Texte schlichtweg nervig. Kurze und gute Videos hingegen passen wie die Faust aufs Auge. Sie stechen Bildern auch dort hingehend aus, dass Bilder nur begrenzte Informationen vermitteln können und das Audio fehlt.

Was ist Storytelling und was bringt es für Vorteile?

Das Storytelling schiebt sich in diesem eBook zwischen das Content Marketing und das Video Marketing. Der Grund hierfür liegt darin, dass es Storytelling in beiden Marketingstrategien eine wichtige Methode ist. Grundlegend geht es beim Storytelling um das Erzählen von Geschichten sowie das Vermitteln von Werten, Emotionen und Botschaften. Dabei stehen die emotionale Bindung sowie die innere Überzeugung des Lesers oder des Hörers im Mittelpunkt.

Storytelling ist also mehr als eine kleine Maßnahme oder Möglichkeit im Content Marketing sowie dem Video Marketing. Gary Vaynerchuk und RedBull sind Paradebeispiele für den großen Erfolg von richtig gutem Storytelling. Als Strategie ist Storytelling also vielseitig einsetzbar und enorm wirksam. Durch Geschichten können komplexe Inhalte leicht verständlich und begeisternd rübergebracht werden.

Auch Jennifer Aaker, eine amerikanische Psychologin und Marketing Professorin an der Stanford Business Universität, bestätigt die Wirksamkeit von Storytelling: Denn Produkte und Dienstleistungen mit einer Story verkaufen sich zweiundzwanzig Mal mehr als Produkte und Dienstleistungen ohne eine Story. Geschichten und Emotionen sind also Zahlen, Daten und Fakten deutlich überlegen. Daher sollte Storytelling im Zuge des Content Marketing und des Video Marketing eingesetzt und genutzt werden.

Marketing is no longer about the stuff that you make, but about the stories you tell.” – Zitat von Seth Godin (US-amerikanischer Autor, Entrepreneur, Marketer, Unternehmer und Speaker).

Welche Elemente gehören zum Storytelling dazu?

Die Hauptelemente einer guten Story sind; eine Figur, eine Zwangslage und eine Lösung. Daher kann man sich den Aufbau einer guten Story in einem simplen Satz von Alexander Christiani merken: „Ein Held – hat ein Problem – trifft einen Mentor – bekommt einen Plan – und geht auf die Reise.“

Dieser Satz enthält alle wichtigen Teile, die beim Storytelling abgedeckt werden müssen. Wer das Storytelling bereits verstanden hat, kann sich die einzelnen Abschnitte bereits selbst erklären. Trotzdem folgt nun eine ganz kurze Erklärung zu den fünf Schritten:

Der Held einer Story ist der Kunde, nicht das Unternehmen oder Produkt. Dieser sollte daher am besten viele Gemeinsamkeiten mit der Zielgruppe haben oder einfach die Buyer Persona verkörpern. Dieser Held muss ein klares Problem haben und sich in einer Zwangslage befinden. Doch dann trifft er einen Mentor, welcher durch das Unternehmen oder eine Marke verkörpert wird. Dieser gibt ihm einen konkreten Plan an die Hand und hilft ihm mit einem Produkt oder einer Dienstleistung weiter. Auf der Reise merkt der Held, dass sich sein Leben oder seine Situation durch die Hilfe des Mentors und den Plan verbessert hat.

Eine gute Story thematisiert also den Weg des Kunden unter positiver Einwirkung eines Produktes oder einer Dienstleistung raus aus einer Zwangslage, rein in ein besseres Leben. Dazu finden sich im Storytelling vier Kernfaktoren auch immer wieder. Dabei bilden die ersten drei Faktoren die Grundlage für den vierten und letzten Faktor, welcher das Endziel des Storytellers ist. Diese vier Faktoren sollten also in einer Story enthalten sein:

Die Bindung– über Ähnlichkeiten mit der Zielgruppe wird eine Bindung zum Helden oder zur Figur der Geschichte aufgebaut

Die Emotionalisierung– über Emotionen schafft es die Botschaft der Geschichte ins Unterbewusstsein des Lesers oder Hörers

Die Begeisterung– über begeisterungsfähigen und motivierende Elemente wird der Leser oder Hörer abgeholt und gepusht

Die Aktivierung– über die ersten drei Faktoren sowie die Lösung und das bessere Leben des Helden, animiert und aktiviert man den Leser oder Hörer zum Handeln und Nachmachen

Was bringt die Umsetzung von Storytelling also?

Wenn alle wichtigen Elemente und Faktoren sowie Teile des Storytellings beachtet und eingebaut werden, bietet das Storytelling zahlreiche Vorteile. So stärkt es nicht nur das Vertrauen und die Bindung zu einem Unternehmen, einer Marke oder Produkten sowie Dienstleistungen. Vielmehr hebt es einen auch von der Konkurrenz ab und schafft einen eindeutigen Wiedererkennungswert. Auch zum Brandbuilding ist Storytelling unglaublich gut geeignet.

Ganz wichtig ist es, für Storyteller zu wissen, welche Probleme und Ängste die eigene Zielgruppe hat. Denn diese muss im Zuge des Storytellings auch der Held bzw. der Protagonist der Story haben. Durch das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung gibt es eine perfekte Lösung und eine klare Verbesserung im Leben des Kunden.

Storytelling lässt sich nicht nur gut in Texten umsetzen, sondern ist gerade in Form von Videos unglaublich effektiv. Durch Video Content in Verbindung mit Storytelling wird die Glaubwürdigkeit sowie die Emotionalisierung nachmals verstärkt. Daher gehen wir im dritten Teil des eBooks zum Thema Video Marketing nochmals extra auf das Storytelling ein.

Wie wird Storytelling beim Video Marketing erfolgreich eingesetzt?

Im letzten Absatz wurde bereits thematisiert, dass emotionales Storytelling ein wichtiger Faktor im Online Marketing ist. Besonders stark und erfolgreich kann Storytelling in Kombination mit Video Content sein. Denn dieser bietet viele Möglichkeiten, eine emotionale und wirksame Geschichte rund um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erzählen. In einer Zeit, in der immer mehr Produkte und Dienstleistungen ins Internet drängen und der Markt schwieriger wird, ist es wichtig, sich abzusetzen. Der Kunde möchte nicht einfach nur kaufen. Er möchte auf eine Reise mitgenommen werden und Teil einer Geschichte werden.

Daher ist es wichtig, im Zuge des Storytellings einen Charakter zu erschaffen, der die gemeinsamen Eigenschaften der Zielgruppe vereint. Dieser sollte dieselben Probleme und Schwierigkeiten, aber auch Fragen und Hoffnungen haben. Solch ein Charakter muss der Held der Geschichte werden, die um ein Produkt oder eine Dienstleistung erschaffen werden muss. Wichtig zu beachten dabei ist, dies nicht oberflächlich zu machen, sondern bis auf eine emotionale und tiefgründige Ebene zu gehen. Dies sollte soweit gehen, dass Gedanken und Gefühle, aber auch Ängste, eine wichtige Rolle spielen.

Über diese muss eine Hoffnung und eine Möglichkeit aufgezeigt werden, die eine bessere und perfekte Zukunft ermöglicht. Der Held der Geschichte muss und damit auch die Zielgruppe müssen inspiriert werden, in diese bessere Zukunft zu investieren. Diese bessere Zukunft ist natürlich die Dienstleistung oder das Produkt.

Doch mit dem Erschaffen eines Helden sowie der Erzeugung einer Geschichte ist es noch nicht genug. Denn es muss noch ein Weg aufgezeigt werden, den der Held zu seiner besseren Zukunft nimmt. Dazu muss ein durchdachter und zielgerichteter Plan, eine Online Marketing Strategie, entwickelt werden. In diesem spielt Video Marketing und Video Content eine wichtige Rolle. Denn dadurch können die Emotionen des Storytellings bestmöglich rübergebracht werden.

Wie startet man also am besten mit Video Marketing und einem Plan?

Wie zum Beginn jeder guten Marketingstrategie steht auch am Anfang des Video Marketings ein guter Plan. Zusammen mit einem Marketing Profi können genaue Strategien erstellt und durchgeführt werden, die zum Erfolg führen. Wichtig dabei sind folgende Punkte:

Festlegung des Ziels

Zu aller erst muss ein Ziel für das Video Marketing festgelegt werden. Dazu sind gute Gedanken, Ideen und ein konkreter Zweck für die Verwendung von Video Content unumgänglich. Anhand des Ziels wird dann der Weg festgelegt, denn nur wer das Ziel kennt, findet auch den Weg dorthin.

Einbindung des Video Content

Es folgt die Auswahl der Methoden und Möglichkeiten, um das Marketingziel zu erreichen. Dabei geht es nicht nur um die unterschiedlichen Videoformate bzw. Video-Arten, sondern auch um die Message und den Aufruf. Damit ist ein Call to Action gemeint, der in jedem Video enthalten sein sollte. 

Mithilfe der Reziprozität kann hochwertiger und hilfreicher Video Content gegeben werden und auch zu einer Aktion des Zuschauers aufgerufen werden. Wichtig ist dabei, die Probleme des Nutzers zu lösen und ihm zu helfen. Erst danach kann auch etwas verkauft werden. Allerdings muss auch die jeweilige Phase des Nutzers bekannt sein, wozu wir nun kommen. Die folgenden drei Phasen sind wichtig, um passenden und zielführenden Video Content zur richtigen Zeit anbieten zu können.

Die Bewusstseinsphase

In der ersten Phase sucht der Nutzer nach Lösungen für sein Problem. Diese müssen ihm geboten werden. Dazu sollten kurze Videos mit hilfreichen Anleitungen und Tipps verwendet werden. Der Video Content sollte motivierend, unterhaltend und inspirierend sein. Am Ende sollten Call to Actions eingebaut werden. Diese führen zu weitergehenden und genaueren Inhalten, gerne auch über ein Kontaktformular.

Die Überlegungsphase

In der zweiten Phase ist der Nutzer motiviert und sucht nach konkreten Lösungen. Dies wird genutzt, indem die perfekte Lösung präsentiert, eine Beziehung aufgebaut und eine Lösung verkauft wird. Der Video Content sollte nun kurz oder lang sein und in Form von Erklärungen und Informationen sowie Unterhaltung aufbereitet sein. Es bieten sich Demos der Produkte und Dienstleistungen sowie Erfahrungsberichte und Beweise für die Wirksamkeit an. Abschließend ist ein Call to Action zu wählen, der zu Inhalten führt, die den Nutzer in die Entscheidungsphase überführen.

Die Entscheidungsphase

In der dritten Phase möchte der Nutzer den Kauf durchführen. Daher ist es nun an der Zeit für kurze oder lange Videos mit weiteren Informationen und Einblicken sowie überzeugenden Rezensionen und Bewertungen. Auch Leitfäden und Anleitungen können im Zuge des Video Contents präsentiert werden. Der letzte Call to Action weist auf den Kauf über spezielle Angebote und Rabatte sowie Sonderaktionen hin.

Die Bonusphase

Überraschung – nach der dritten Phase folgt noch eine weitere mögliche Phase. Diese verfolgt nicht das Ziel des Verkaufs, sondern der Verbreitung und Kundenbindung. Denn durch kurze Videos am Ende des Verkaufsprozesses oder auch danach gibt es weitere Möglichkeiten. Sowohl weitere kostenlose Extras, wie Unterstützung, Neuerungen, Tipps und Tricks oder einfach ein Dankesgruß sind hier angebracht. Dadurch wird der Kunde in seinem Kauf bestätigt und identifiziert sich noch intensiver. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung sehr stark.

Diesen drei, optional auch vier, Phasen liegt eine wichtige Erkenntnis über den Menschen zugrunde: Es benötigt nämlich ganze 50 Stunden, um aus einem Bekannten einen Freund zu machen. Allerdings benötigt es insgesamt 200 Stunden, um eine enge Freundschaft zu schließen. Wir können daraus lernen und erkennen, dass der Aufbau einer Beziehung Zeit benötigt. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Freundschafts-, Liebes- oder Kundenbeziehung handelt.

Viele Marketer oder Unternehmen investieren jedoch nicht einmal eine Sekunde in den Aufbau einer Kundenbeziehung. Meist wird direkt von Beginn an versucht, etwas zu verkaufen. Doch das ist natürlich weder gut noch erfolgversprechend. Mithilfe von Video Marketing lässt sich eine Kundenbeziehung mit der Zeit sehr gut aufbauen.

Welches Format kommt für Video Content in Frage?

Im Zuge der unterschiedlichen Phasen haben wir bereits verschiedene Formate von Videos angesprochen. Diesem Faktor wollen wir uns nun aber noch etwas genauer widmen. Denn es gibt neben dem kurzen Video sowie dem langen Video auch noch das live Video. Bevor Video Content erstellt oder gedreht wird, sollte das Format klar festgelegt werden. Dabei ist es wichtig, das Format abhängig vom Marketingziel zu wählen. Denn nicht nur zur Veröffentlichung und Vermarktung, sondern auch zur Erstellung von Video Content ist Vorarbeit notwendig. 

Die drei Videoformate haben unterschiedliche Vorteile und Verwendungszwecke. Diese zu kennen ist sehr wichtig, um sie gekonnt und zielgerichtet einzusetzen. Nicht immer ist eine klare Entscheidung für ein spezielles Format notwendig oder richtig. Häufig macht es eine gute Mischung bei der Video Marketing Strategie aus.

Das kurze Video ist gerade in einer Facebook Timeline, bei Instagram oder auf einer Webseite sehr erfolgreich. Die Länge sollte zwei Minuten nicht überschreiten, da danach die Aufmerksamkeitsspanne absinkt. Kurze Videos sorgen für mehr Engagement und eine erhöhte Sichtbarkeit.

Die langen Videos können auf YouTube oder Landingpages sowie dort, wo genauere Informationen vermittelt werden, genutzt werden. Langzeitvideos haben eine maximale Länge von zehn Minuten, in Ausnahmen auch zwanzig Minuten. Sie vermitteln viele und spezifischere Inhalte und sorgen bei richtigem Einsatz für einen Expertenstatus des Publishers.

Live Videos sind neuerdings stark im Trend und daher auch sehr relevant für eine gute Video Marketing Strategie. Diese können zeitlich stark variieren und können sowohl auf Facebook und Instagram, aber auch auf YouTube oder als Live Webinar genutzt werden. Live Videos sorgen für direkte Reaktionen und erhöhen die Bindung durch Interaktion sowie das Eingehen auf Fragen.

Wie wird Video Content passend eingebunden?

Zum Einbinden von Video Content gibt es viele Möglichkeiten auf Webseiten. Dabei müssen auch zahlreiche Faktoren beachtet werden. Zunächst muss eine geeignete Seite gewählt werden. Es bietet sich zudem eine Videothek oder auch eine Galerie an, um Video Content optimal zu platzieren. Auch die Miniaturansicht kann genutzt werden, muss jedoch gut und professionell aussehen und zur Webseite passen. Grundsätzlich ist natürlich die Platzierung von Video Content relevant für Google, aber eben auch den Nutzer.

Des Weiteren spielen ganz klare und genaue Beschreibungen zum Video Content eine wichtige Rolle. Dadurch weiß der Nutzer Bescheid, was er vom Video erwarten kann. Dies trägt zudem auch zur Suchmaschinenoptimierung bei. Es sollte eine Transkript Version des Video Contents hinzugefügt werden. Außerdem bieten sich Social Media Buttons und Widgets an, wodurch das schnelle Teilen angeregt wird.

Nicht zu vergessen ist die Erstellung einer Video-Sitemap, um schneller und leichter von Google gefunden und indexiert zu werden. Abschließend können mithilfe von Analyse Tools auch Messungen vorgenommen werden und Inhalte gezielt optimiert werden.

Wo kann Video Content veröffentlicht und beworben werden?

Für Video Content gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Plattformen. Keinesfalls sollte Video Content unüberlegt einfach überall hochgeladen und veröffentlicht werden. Im Zuge einer professionellen Video Marketing Strategie muss festgelegt werden, welche Kanäle und Plattformen Sinn machen. Dabei ist natürlich die Zielgruppe der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen. In diesem Absatz stellen wir alle Möglichkeiten kurz vor. Welche der Plattformen im Endeffekt für das nächste Projekt in Frage kommen, muss mit einem Video Marketing Profi geklärt werden. Denn Video Content ist keinesfalls etwas Allgemeines, sondern meist ganz spezifisch und auf bestimmte Zielgruppen und Zielkanäle zugeschnitten.

Die eigene Webseite oder der eigene Blog

Die erste Möglichkeit stellt die eigene Webseite oder Landingpage sowie der eigene Blog dar. Hochwertiger Video Content kann hier entweder bereits bestehende Inhalte unterstützen sowie ergänzen oder als Verkaufs-Booster dienen. Damit erhöhen Videos auf der eigenen Webseite nicht nur die Conversion Rate, sondern auch das Ranking in der Suchmaschine. Um einige Vorteile von Social Media nicht als Nachteile zu erleben, können Share-Buttons und Kommentar-Felder auf der Webseite genutzt werden. Zum Bewerben können Werbeanzeigen oder Social-Media-Kanäle genutzt werden.

Der eigene YouTube Kanal

Da YouTube als Videoplattform die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist, gilt es diese zu nutzen. Sowohl das Hochladen als auch das Beschreiben sowie Promoten ist bei YouTube sehr einfach. Wie es für eine Suchmaschine üblich ist, gibt es auch YouTube SEO. Darin spielt die Optimierung der Videos, des Kanals sowie der Interaktion eine wichtige Rolle. YouTube selbst bietet Werbeplätze an, stellt jedoch auch die Möglichkeit des Teilens über soziale Netzwerke oder die eigene Webseite zur Auswahl.

Die eigene Social Media Page

Soziale Netzwerke sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil im Online Marketing, sondern auch beim Video Marketing. Aufgrund vieler Unterschiede zwischen den einzelnen Netzwerken wollen wir auf die beliebtesten einzeln eingehen:

Facebook

Bei Facebook ist es wichtig, Bildunterschriften zu nutzen, da viele den Ton nicht eingeschaltet haben. Das richtige Format für Videos bei Facebook ist ebenfalls wichtig, da die Nutzer sowohl von Desktopgeräten als auch von Mobilgeräten zugreifen. Zudem sollten die Videos sehr kurz sein und zwei Minuten nicht überschreiten.

Außerdem bevorzugt Facebook hochgeladene Videos und keine geteilten Videos von anderen Plattformen oder Netzwerken. Facebook bietet zudem die Möglichkeit von Live Videos an, welche zusätzliche Chancen bietet. Dabei kann interagiert werden und die Aufmerksamkeitsspanne ist deutlich höher.

Instagram

Auch bei Instagram sollten Bildunterschriften genutzt werden, wie auch bei Facebook. Die Instagram Community legt jedoch größeren Wert auf eine hohe Qualität sowie quadratische Videos. Genauso, wie bei Facebook, sind kurze Videos hier angebracht.

Eine weitere Gemeinsamkeit mit Facebook sind die Live Videos, welche durchaus ein wichtiger Bestandteil der Video Marketing Strategie sein können.

Twitter

Bei Twitter müssen Videos ebenfalls auf Mobilgeräte optimiert werden und unter 30 Sekunden gehalten werden. Beschriftungen sind hier viel besser als Hashtags, wie sie bei Facebook und Instagram genutzt werden können. Zudem ist die Aktualität und Relevanz wichtig.

LinkedIn

Auf LinkedIn findet man primär Business- und Geschäftsleute, weshalb die Inhalte auch auf diese Zielgruppe angepasst sein sollte. Sowohl Webinare als auch Vorträge oder professioneller Video Content passt hier gut rein. Aktuell nutzen viele LinkedIn noch nicht im Zuge des Video Marketings, weshalb sich hier große Chancen bieten.

Die fremden Seiten, Kanäle und Pages

Ein wichtiger Aspekt, den viele vergessen, sind fremde bzw. nicht eigene Veröffentlichungsorte. Dazu können Webseiten, Blogs und YouTube Kanäle sowie Social Media Pages zählen. Durch Kooperationen oder Werbemaßnahmen ist auch die Veröffentlichung von eigenem Video Content auf fremden Kanälen möglich. Entweder über einen starken Mehrwert kostenlosen und hochwertigen Content oder bezahlte Werbemaßnahmen kommt diese Möglichkeit in Betracht. Dadurch profitiert man von einer größeren Reichweite, dem Status einer anderen Person oder dem einfachen Zugang zu seiner Zielgruppe.

Welche drei Tipps gibt es generell für guten Video Content?

Der Artikel nähert sich nun dem Ende und hoffentlich sind es nicht nur drei wichtige Aspekte, die hängen geblieben sind. Doch abschließend wollen wir nochmals drei ganz wichtige Tipps nennen. Diese sind beim Video Marketing und bei Video Content generell unumgänglich:

Optimiere Video Content für Mobilgeräte

Da mittlerweile mehr als 50 Prozent der Nutzer Video Content über ein Smartphone oder ein Tablet konsumieren, müssen die Inhalte dort hingehend optimiert sein. Beachtet man dies nicht, ist die Gefahr groß, potenzielle Kunden direkt zu verlieren. Daher sind viereckige Videos für die Nutzerfreundlichkeit wichtig. Denn sie räumen den Störfaktor des Handydrehens aus dem Weg. Außerdem sollten zur visuellen Unterstützung Wörter oder ganze Sätze genutzt werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass 85 Prozent der Facebook Videos ohne Ton angeschaut werden.

Sorge für kurzen Video Content

Lange Videos sind selten angebracht und gerade in den sozialen Netzwerken eher fehl am Platz. Da bereits nach maximal zwei Minuten die Aufmerksamkeitsspanne stark absinkt, sollte dies die maximale Laufzeit der Videos sein. Es ist daher besser, zu kurze Videos zu machen, als zu lange. Denn bei zu langen Videos, ist die Gefahr groß, dass diese erst gar nicht angeklickt werden. Daher ist sogenannter Snack-Content heutzutage super; dabei geht es darum, viel Inhalt in möglichst wenig Zeit zu verpacken. 

Erzeuge Interesse für Video Content

In hochwertigen und zielführenden Video Content gehören Elemente, die für Spannung und Neugierde sorgen. Die Zuschauer müssen direkt gefesselt werden, da viele nach zehn bis zwanzig Sekunden oft wieder abschalten, wenn sie nicht überzeugt sind. Mit Fragen und Teasern kann das Interesse gesteigert und die Interaktion erhöht werden. Spannungsbögen eigenen sich themenunabhängig zur Erzeugung von Interesse. Ähnlich verhält es sich mit Cliffhangern am Ende von Videos. Diese bringen die Zuschauer dazu, weiterzuschauen oder im Anschluss zu kaufen. Abschließend ist das Storytelling für die Emotionalität und die Authentizität sowie Überzeugung ein sehr starker Faktor.

Fazit: Content is King – Video Content is King Kong!

Auf den vorherigen Seiten dieses eBooks gab es nun enorm viele Informationen rund um die Themen Content Marketing, Storytelling und Video Marketing. Wir haben klargemacht, dass Content, der auf Mehrwert und Relevanz ausgerichtet ist, ein unverzichtbarer Teil im Online Marketing ist. Durch diesen lassen sich nachhaltig und langfristig viele Erfolge verzeichnen.

Video Content ist sogar nochmals effektiver als Texte und Bilder. Daher sollten Videos definitiv ein Teil der Marketingstrategie sein oder werden. Obwohl Video Content besser ist als normaler oder anderer Content heißt das nicht, dass ab jetzt nur noch Video Content produziert werden sollte. Wie allzu oft führt eine gute Mischung aus beidem zum größten Erfolg.

Ein perfektes Mittel, um beide Marketingstrategien miteinander zu verknüpfen, ist das Storytelling. Denn Storys können sowohl in Textform als auch in Videoform erzählt werden. Videos sind hierbei natürlich auch effektiver. Jedoch sollte sich das Storytelling nicht nur auf ein Video beschränken, sondern sich wie ein roter Faden durch den eignen Online Auftritt ziehen.

Nun ist es an der Zeit das gesammelte theoretische Wissen über Content Marketing, Video Marketing und Storytelling umzusetzen. Denn wie Johann Wolfgang von Goethe schon richtig sagte: „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“ Am besten startet man mit der Erstellung einer konkreten Marketingstrategie oder einem spezifischen Marketingplan. Anschließend wird dieser Schritt für Schritt abgearbeitet. – Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Starten und Umsetzen!

Doch bevor wir uns den Facebook Werbeanzeigen zuwenden, erhalten Sie noch einige ergänzende Informationen zum Thema Video Marketing. Im nächsten Kapitel gehen wir nämlich nochmals ganz genau auf YouTube und dessen Wichtigkeit im Video Marketing ein.

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