Mangelware Azubi: Qualifizierte Nachwuchskräfte durch Azubimarketing finden

Azubimarketing gewinnt immer mehr an Wichtigkeit. Unzählige Unternehmen in der SHK- und Handwerksbranche, aber auch aus anderen Bereichen, haben seit Jahren Probleme qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden. 

Ihre zukünftigen Arbeitnehmer werden als Generation Z bezeichnet und sind gar nicht so einfach zu erreichen. In diesem Artikel verrate ich Ihnen mehr über die anspruchsvolle Generation und wie Sie die Fachkräfte von morgen für das Handwerk begeistern.

Wieso ist die Nachwuchsgewinnung so schwierig?

Jugendliche heutzutage für eine Ausbildung in einem kleinen Unternehmen zu gewinnen, verlangt mehr Engagement und andere Wege als früher: Der demografische Wandel lässt die Jahrgangsstärken bei den Schulabgängern schrumpfen – es stehen zahlenmäßig einfach weniger potenzielle Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung – das Problem des Fachkräftemangels zeigt sich immer deutlicher.

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Fachkräftemangel ade - so funktioniert Mitarbeitergewinnung

Gleichzeitig streben immer mehr Jugendliche zu höheren Schulabschlüssen. Sie entscheiden sich öfter für eine akademische Ausbildung. Häufig deswegen, weil sie (und ihre Eltern) nicht wissen, welche Möglichkeiten die duale Ausbildung bietet und wie gut man verdienen kann.

Anstatt Ihre Anforderungen herunterzuschrauben, sollten Sie neue Maßnahmen ergreifen, um die Fachkräfte von morgen für Ihr Unternehmen zu gewinnen. 

Wer ausgebildet ist, ist außerdem nicht automatisch gut qualifiziert. Die Qualität derer, die sich für eine Ausbildung bewerben, aber auch derer, die bereits ausgebildet sind, hat in den letzten Jahren nachgelassen.

Was ist Azubimarketing?

Azubimarketing ist eine Form der Personalgewinnung und daher dem Recruiting-Bereich zuzuordnen. Durch unterschiedliche Azubimarketing Strategien und Maßnahmen sollen qualifizierte Nachwuchskräfte gezielt angesprochen, freie Stellen besetzt und langfristig ans Unternehmen gebunden werden.

Qualifizierte Nachwuchskräfte durch Azuibimarketing
Um den Fachkräftemangel langfristig und nachhaltig zu beheben, ist es wichtig Nachwuchskräfte direkt im Unternehmen auszubilden.

Wenn Sie den Nachwuchs für Ihre Branche begeistern, direkt bei sich im Unternehmen gut ausbilden und langfristig an sich binden, ist ein Teil Ihres Fachkräfteproblems langfristig behoben

Der Aufbau einer starken Arbeitgebermarke ist hierbei besonders wichtig. Wie das funktioniert, verrate ich Ihnen in einem anderen Artikel, das würde den Rahmen sprengen. Im Grunde finde Sie qualifizierte Azubis, genauso wie Mitarbeiter nur mit ein paar kleineren Änderungen, versteht sich. Es handelt sich hier um eine vollkommen andere Zielgruppe.

Die Anforderungen der Nachwuchskräfte

Die Anforderungen an eine Ausbildung und das Arbeitsleben haben sich verändert. Generation Z werden die jungen Menschen genannt, die mit Smartphones und dem ständigen Zugang zu Informationen aufgewachsen sind. Das wirkt sich auch auf ihre Anforderungen an die Arbeitswelt aus. Es reicht nicht mehr ein überdurchschnittliches hohes Gehalt zu versprechen – Generation Z will mehr: 

  • Selbstverwirklichung, 
  • Spaß am Beruf,
  • ein gutes Arbeitsklima und 
  • das passende Arbeitsumfeld.

Auf diese Aspekte gilt es einzugehen und die Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens zu kommunizieren. Heutzutage wünschen sich Auszubildende tiefgehende Informationen darüber, wie sich Ihr Unternehmen von den Wettbewerbern abhebt und welche Vorteile und Weiterentwicklungschancen es gibt. Geben Sie daher realistische Einblicke in das Unternehmen, um unrealistischen Erwartungen entgegenzuwirken. 

Azubimarketing Strategien

Die Möglichkeiten Ihre Azubimarketing Strategien zu gestalten, sind vielfältig. Grob lassen sich die Strategien des Azubimarketings in zwei Bereiche Unterteilen: Online und Offline. Heute dreht sich im Marketing fast alles um die Online-Kanäle. Das Schöne am Online-Marketing: Es ist konkret messbar. Die Zielgruppe ist auswählbar und es ermöglicht eine hohe Informationsdichte zur Wirksamkeit einer Kampagne. Aber Online Marketing allein ist auch kein Allheilmittel.

Online Azubimarketing Strategien

Es ergibt Sinn dort zu beginnen, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält: Online. Ihre zukünftigen Auszubildenden erreichen Sie am besten in den sozialen Medien, aber auf anderen Kanälen.

Mittlerweile wachsen Kinder mit Smartphone, Tablet und Co. auf. Nutzen Sie diese Tatsache für sich und suchen Sie dort nach Azubis, wo sich diese wirklich aufhalten.

Azubimarketing durch soziale Netzwerke

Während bereits ausgebildete Fachkräfte sich eher bei Facebook und Instagram aufhalten, treffen Sie 15- bis 19-Jährige eher auf YouTube, Snapchat und TikTok. Praktischerweise wird auch hier auf das Medium Video gesetzt, das wir Ihnen ohnehin empfehlen. Hier gelten zum Teil andere Regeln, was z.B. die Länge Ihrer Videos angeht, die auf jeden Fall beachtet werden müssen. 

Trotzdem lohnt es sich, in Ihren Beitragsmix bei Instagram und Facebook auch das Thema Ausbildung einfließen zu lassen. Das sorgt dafür, dass man Sie als Ausbildungsbetrieb wahrnimmt.

Influencer im Ausbildungsmarketing

Als Influencer werden Meinungsführer und Multiplikatoren im Social Web bezeichnet. Es handelt sich dabei um einflussreiche Personen im Netz, etwa um Blogger. Im Marketing ist der Einsatz von Influencern schon an der Tagesordnung. 

Personen, die sich eine große Reichweite in den sozialen Medien aufgebaut haben, üben einen unglaublichen Einfluss auf die junge Generation aus und erreichen Millionen von jungen Menschen.

Der YouTuber „Hey Aaron!!!“ schaut sich regelmäßig verschiedene Berufe an und berichtet darüber auf seinem YouTube-Kanal. Ein sehr gelungenes Beispiel ist dieses Video, das am Tag der Veröffentlichung einen Platz in den Top 3 der Trends auf YouTube erzielte:

Azubi-Portale 

Abseits von Social Media können Sie Stellenanzeigen in einschlägigen Azubi-Portalen wie azubister oder TalentHero schalten. Oder Sie nutzen das Matching-Tool von azubiyou. Das funktioniert wie Partnerbörsen: Schüler geben ihre Interessen und Schulnoten an und bekommen im Anschluss nicht nur passende Ausbildungen vorgeschlagen, sondern direkt Betriebe, die in diesem Bereich ausbilden. Sie können Ihren Handwerksbetrieb kostenpflichtig eintragen lassen.

Offline Azubimarketing

Obwohl sich Ihre Zielgruppe oft online aufhält, sollten Sie offline Azubimarketing Strategien nicht vernachlässigen. Auch hier gibt es verschiedene Strategien, die Sie einschlagen können:

  • Schulbesuche: Nichts ist anschaulicher, als wenn echte Mitarbeiter von ihren Jobs erzählen.
  • Tag der offenen Tür: Eine besondere Art der Kontaktaufnahme mit der Zielgruppe der ist der Tage der offenen Tür.
  • Schülerpraktika:  Für sehr viele kleine und mittlere Unternehmen sind sie – und zusätzlich freiwillige Praktika – die beste Gelegenheit, interessierte Jugendliche zu „testen“, ob sie sich für die Ausbildung eignen
  • Ausbildungsbotschafter: Eigene Azubis als „Botschafter“ in die Schulen bringen
  • Ausbildungs- und Berufsmessen
  • Ausbildungsflyer: Die knappe und ansprechende Vorstellung der Ausbildungsberufe und des Unternehmens ist unverzichtbar bei Messen und Berufsinformationstagen. Zielgruppen sind neben den Jugendlichen auch die Eltern.

Was interessiert junge Azubis?

Auch inhaltlich will Generation Z überzeugt werden, eine bloße Auflistung von Qualifikationen, die benötigt werden, reicht nicht mehr. Wer bereits ausgebildete Fachkraft ist, kennt die Branche und seine Eigenheiten. Wer noch nicht ausgebildet ist, verlässt sich auf das, was er über das Handwerk gehört hat. Und das ist leider schlecht. Sie müssen mit den Vorurteilen aufräumen, die es da draußen gibt: Handwerk ist dreckig, Handwerker werden schlecht bezahlt, im Handwerk kommt man nicht weit.

Dass die Arbeitsbedingungen sich im Handwerk verändert haben, ist noch nicht nach außen vorgedrungen. Ein schlechter Ruf haftet lange an. Zeigen Sie jungen Menschen, dass Handwerker heutzutage gut bezahlt werden, dass es Perspektiven und Aufstiegschancen gibt und wie die Arbeit in einem Handwerksunternehmen wirklich aussieht. 

Lassen Sie dazu am besten aktuelle oder frühere Auszubildende von sich zu Wort kommen! Das geht am besten in Videos, die Sie in den passenden sozialen Medien (YouTube, Snapchat, TikTok) veröffentlichen, kann aber auch über einen Blog auf Ihrer Unternehmenswebseite passieren.

Nicht jeder weiß, was er will

Bedenken Sie außerdem, dass der Großteil der Schüler, die kurz vor dem Abschluss stehen, nicht nur nach einem Ausbildungsbetrieb sucht, sondern noch gar nicht weiß, welche Ausbildung überhaupt in Frage kommt. Informieren Sie deshalb über die Ausbildungen, die man bei Ihnen absolvieren kann. Gehen Sie auf wichtige Fragen ein, die die Schüler sich stellen:

  • Welche Aufgaben beinhaltet ein Ausbildungsberuf?
  • Welche Interessen und Fähigkeiten kommen einem in diesem Beruf zugute?
  • Wie sieht die Vergütung während und nach der Ausbildung aus?
  • Welche Perspektiven gibt es allgemein und ganz speziell in Ihrem Unternehmen? Wie sehen die Aufstiegschancen aus?
  • Welche Vor- und Nachteile bringt ein bestimmter Beruf mit sich?

Auch hier gilt als oberste Regel: Seien Sie authentisch und ehrlich. Es nützt weder Ihnen noch Ihrem zukünftigen Auszubildenden, wenn Sie ihn mit falschen Versprechungen locken und er dann erkennen muss, dass die Ausbildung nicht seinen Vorstellungen entspricht. Sie suchen nach Auszubildenden, die sich für Ihren Ausbildungsberuf begeistern und menschlich gut in Ihr Unternehmen passen, damit sie auch nach Abschluss der Ausbildung in Ihrem Betrieb bleiben.

Fazit Azubimarketing

Die Realität der Jugendlichen heute ist ungleich komplexer als noch vor 20 Jahren. Das Internet und Social Media spülen eine Flut von Informationen in die jungen Gehirne.

Um die neue Generation bestmöglich zu erreichen, empfehlen wir einen Marketing-Mix aus verschiedenen online und offline Kanälen. Das wichtigste ist Authentizität. Lassen Sie sich keine Kampagne andrehen, die gar nicht zu Ihrem Unternehmen passt. Seien Sie lieber authentisch uncool als künstlich “hip” und am echten Firmenalltag vorbei. 

Sie wissen nicht genau, wie Sie mit Generation Z kommunizieren sollen? Wir unterstützen Sie gerne! Vereinbaren Sie jetzt gleich einen kostenfreien Beratungstermin, damit wir gemeinsam die Nachwuchskräfte von Ihrem Betrieb überzeugen können. 

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